Was eine Teilnahme am Ironman über Energie und Effizienz lehrt
Jeder Mensch hat jeden Tag genau 24 Stunden. Keine neue Erkenntnis. Aber eine, die darüber entscheidet, ob aus einer Idee ein Projekt wird, aus einem Vorsatz eine Gewohnheit oder aus einem Traum ein Erfolg. Dennis Seelig hat diese 24 Stunden in den vergangenen Monaten wohl bewusster erlebt als die meisten Menschen.
Der Projektleiter Effizienz und Nachhaltigkeit bei TRIBICON bereitete sich auf den Ironman Frankfurt 2026 vor – einem der härtesten Triathlons, bei dem sich alles um körperliche Höchstleistungen dreht. Doch der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht im Training allein. Denn der Ironman beginnt lange vor dem Startschuss.
Eigentlich war der Plan ein ganz anderer
Sport gehörte für Dennis schon immer zum Leben. Mit sechs Jahren stand er auf dem Fußballplatz, später spielte er ambitioniert Handball. Doch eine verschleppte Grippeerkrankung veränderte alles und mit Anfang zwanzig bekam er einen Herzschrittmacher. Kontaktsport war damit keine Option mehr. Der Sport verschwand nie ganz aus seinem Leben. Er rückte nur ein Stück in den Hintergrund.
Erst viele Jahre später brachte ihn eine Knieverletzung wieder in Bewegung – im wahrsten Sinne des Wortes. Zur gezielten Therapie und Verbesserung seiner allgemeinen Fitness begann Dennis mit dem Laufen. Das erste Ziel war denkbar klein: Bis zum Sommer zehn Kilometer schaffen. Aus den zehn Kilometern wurde ein Halbmarathon. Auf den wiederum folgte ein intensives 22-wöchiges Coaching mit anschließender Teilnahme am Köln Marathon. „Anfangs wollte ich den Marathon einfach nur schaffen“, erzählt Dennis. „Während des Trainings wuchs dann mein Ehrgeiz und ich dachte: Du packst das unter vier Stunden.“ Am Ende stoppte die Uhr bei 3 Stunden und 53 Minuten.
Teilnahme am Ironman als neues Ziel
Eigentlich hätte die – schon an diesem Punkt ziemlich beeindruckende – Geschichte hier enden können. Tat sie aber nicht. Ein Video des YouTubers Stephan Gerick brachte Dennis auf eine Idee, die viele in seinem Umfeld zunächst für verrückt hielten: Teilnahme am Mainova Ironman 2026. „Viele haben mir aufgrund meiner gesundheitlichen Vorgeschichte davon abgeraten. Deshalb war für mich klar: Bevor ich überhaupt darüber nachdenke, hole ich mir zuerst das Okay meines Kardiologen.“
Das kam. Und damit begann ein Projekt, das weniger mit Sport als mit konsequenter Planung zu tun hatte: 147 Trainingstage. Bis zu drei Trainingseinheiten an einem Tag. Zwischen 16 und 25 Stunden Training pro Woche. Starke Zahlen, die aber nur einen kleinen Teil der Geschichte erzählen.



Der eigentliche Wettkampf fand zwischen den Terminen statt
Denn keine dieser Stunden existierte einfach so. Jede musste irgendwo gefunden werden. Zwischen Kundenterminen, Familienzeit, Alltag und Schlaf. Die Vorbereitung auf den Ironman besteht eben nicht nur aus Radtouren, Schwimmeinheiten und Lauftrainings. Der organisatorische Aufwand dahinter ist nicht zu unterschätzen. Irgendwann wird Zeit zur eigentlichen Trainingsdisziplin.
Dennis begann, seinen Alltag anders zu strukturieren. Training fand morgens statt. Oder zwischen zwei Terminen. Oder abends. Vieles, was vorher selbstverständlich war, musste weichen. Andere Dinge bekamen bewusst mehr Raum – zum Beispiel Pausen und Regeneration. „Die Medaille steht nicht nur für den Wettkampftag“, fasst Dennis zusammen. „Sie steht für all die Monate davor, für jedes Training, aber genauso für Schlaf, Erholung und all die Entscheidungen, die niemand sieht.“
Effizienz fühlt sich manchmal unerwartet unspektakulär an
Wer bei Effizienz an komplizierte Methoden oder ausgefeilte Zeitmanagementsysteme denkt, wird von Dennis‘ Erkenntnissen vermutlich überrascht sein. Seine wichtigste Lektion lautet erstaunlich schlicht: Der Tag wird nicht länger. Jeder hat dieselben 24 Stunden. Der Unterschied liegt darin, wie bewusst man mit ihnen umgeht. Während der Vorbereitung begann Dennis, Aufgaben anders zu priorisieren. Dinge, die früher liegen blieben, erledigte er direkt. Nicht, weil plötzlich mehr Zeit da war. Sondern weil Aufschieben Energie kostet.
Diese Erfahrung kennt vermutlich jeder. Offene Aufgaben verschwinden nicht. Sie laufen im Kopf einfach mit. Auch deshalb spricht Dennis heute weniger über Zeitmanagement als über Energiemanagement. „Die Energie, die ich zur Verfügung habe, kann ich nur einmal einsetzen. Deshalb überlege ich heute viel bewusster, wofür ich sie verwende.“ Das gilt im Training genauso wie im Berufsalltag. Und sogar beim Essen: „Wer seinem Körper nicht die richtige Energie zuführt, bekommt irgendwann auch nicht die Leistung zurück, die er erwartet.“ Entscheidend ist also nicht nur, wie viel Energie vorhanden ist, sondern auch welche Qualität sie hat. Ein Gedanke, der erstaunlich gut zur Arbeit bei TRIBICON passt.

Energie ist mehr als eine Zahl auf dem Stromzähler
Schließlich ist Energieeffizienz ein zentrales Thema bei TRIBICON. Es geht um Lastgänge, Energieflüsse, Kennzahlen oder Einsparpotenziale. Der Ironman hat Dennis gezeigt, dass dieselben Prinzipien auch für Menschen gelten. Nicht jede Stunde ist gleich produktiv, nicht jede Aufgabe verdient dieselbe Aufmerksamkeit und nicht jede verfügbare Energie sollte sofort verbraucht werden. Manchmal besteht Effizienz gerade darin, bewusst eine Pause einzulegen oder Erholung als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit zu sehen, nicht als verlorene Zeit.
Diese Sichtweise verändert auch den Blick auf Projekte. Statt möglichst viel gleichzeitig erledigen zu wollen, sollte die Perspektive sein, Schritt für Schritt voranzukommen. Der Ironman kennt dafür einen einfachen Satz: Trust the process, vertraue dem Plan. Gerade anspruchsvolle Vorhaben entstehen selten durch einen einzelnen Kraftakt. Meist sind es viele kleine Entscheidungen, die am Ende den Unterschied machen. „Geduld ist unglaublich wichtig. Wenn man dem Plan folgt und bereit ist, den Weg zu gehen, kommt man seinem Ziel Stück für Stück näher.“
Niemand schafft einen Ironman allein
Gerade deshalb verbindet Dennis mit dem Ironman mehr als den Wettkampftag selbst. Er denkt an die ständigen Routinen. An Trainingstage, an denen draußen plötzlich alles viel schwerer war als beim Heimtraining. An Momente, in denen Zweifel aufkamen. Gerade dann wurde sein Trainer wichtig, um ihn wieder aufzubauen. Denn so individuell der Wettkampf am Ende auch wirkt – vorbereitet wird er selten allein. Dennis spricht mit großer Dankbarkeit über seine Familie, die ihn in dieser Zeit unterstützt hat.
Und auch über TRIBICON und seine Kollegen. Nicht mit großen Worten. Sondern sehr konkret: Sein Projektjahr konnte er flexibel strukturieren. Der Job hatte weiterhin Priorität, gleichzeitig bot ihm das Unternehmen den Freiraum, Training und Arbeit sinnvoll miteinander zu verbinden. Dazu kam die Unterstützung beim Wettkampf selbst, unter anderem durch einen gesponserten Neoprenanzug, mit dem Dennis TRIBICON in Frankfurt stolz repräsentierte. „Ohne diese Flexibilität wäre die Vorbereitung in dieser Form kaum möglich gewesen. Dafür bin ich wirklich dankbar.“
Mehr als ein sportlicher Erfolg
Am Ende bleibt natürlich die Medaille. Sie ist die Belohnung für eine erfolgreiche Teilnahme und einen langen Wettkampftag. Aber auch für die vielen Tage davor. Für das frühe Aufstehen. Für die Disziplin. Für den Verzicht. Für dir Struktur. Für die Geduld. Für das Vertrauen. Und für die Erkenntnis, dass Erfolg oft viel weniger mit zusätzlicher Energie zu tun hat, als wir glauben.
Manchmal geht es einfach darum, die Energie, die ohnehin vorhanden ist, bewusster einzusetzen. Vielleicht ist das die wichtigste Gemeinsamkeit zwischen einem Ironman und der täglichen Arbeit im Bereich Effizienz und Nachhaltigkeit. Denn egal ob Mensch oder Unternehmen: Mehr Energie ist selten die eigentliche Lösung. Entscheidend ist, was wir daraus machen.
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Ich bin gerne für Sie da.
Veit Marius Hofschneider
Geschäftsführer TRIBICON GmbH